10.03.2026
Der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes (DStV) Torsten Lüth hat sich mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Hiller, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu aktuellen Fragen der Berufsausübung von Steuerberatern ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Berufsangehörige ihre gesetzliche Unabhängigkeit auch in Berufsausübungsgesellschaften wahren und vor dem Einfluss berufsfremder Investoren wirksam schützen können.
Hiller ist Mitglied des Finanzausschusses des Bundestages und Berichterstatter zum Regierungsentwurf des Neunten Steuerberatungsänderungsgesetzes, das das Parlament ab Mitte März berät. Als Inhaber einer mittelständischen Steuerkanzlei in Baden-Württemberg sei er mit den Belangen und Herausforderungen des Berufsstands vertraut, so der DStV.
Lüth schilderte mögliche negative Folgen von Private Equity-Investitionen in der Steuerberatung. Er betonte die Notwendigkeit einer eindeutigen gesetzlichen Regelung, die der Bedeutung des Fremdbesitzverbots Rechnung trägt. Hiller habe sich für die aufgeworfenen Fragen "sehr sensibel" gezeigt, so der DStV.
Ebenso wie Lüth habe sich aktuell auch der Bundesrat in seiner Sitzung am 06.03.2026 in dieser Frage klar positioniert. Er fordere in seiner Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Neunten Steuerberatungsänderungsgesetzes (BR-Drs. 40/26(B)) die Aufnahme einer Regelung zur ausnahmslosen Sicherung des Fremdbesitzverbots. Der DStV begrüßt den Vorstoß der Länder.
Deutscher Steuerberaterverband e.V., PM vom 09.03.2026